Heilpraktiker Markus Maier
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Hormonstörungen

Nicht selten führen Hormonstörungen zu einer innerlichen Achterbahnfahrt, die sich nicht nur in körperlichen Beschwerden ausdrücken kann, sondern auch in emotionalen.

Das Hormonsystem ist ein wesentlicher Teil unseres inneren Informationssystems. Die Hormone selbst arbeiten dabei als Botenstoffe, die – meist über den Blutkreislauf – Informationen vom einen Teil des Körpers an andere, entferntere Teile übermitteln. Oft handelt es sich dabei um sehr komplexe Steuervorgänge. So haben z.B. die Schilddrüsenhormone Einfluss auf fast alle Zellen unseres Körpers, unter anderem beeinflussen sie die Körpertemperatur, den Sauerstoffverbrauch der Zellen, das Herz-Kreislauf-System, das Verdauungssystem sowie unseren psychischen Antrieb. Ähnlich ist es mit unseren Aktivitäts-Hormonen Cortisol und Adrenalin, die in den Nebennieren gebildet werden.

Besonders deutlich wird diese Komplexität beim weiblichen Zyklus: Abhängig vom Zeitpunkt vor oder nach dem Eisprung verändern sich Körperfunktionen und manchmal auch die Stimmung – insbesondere vor und während der ersten Tage der Menstruation kann es hier zu Beschwerden kommen, dem prämenstruellen Syndrom (PMS). Bei diesen Vorgängen spielen Hormone eine Schlüsselrolle, genauso wie während und nach der Schwangerschaft oder in Wechseljahren und Menopause. Bei Männern besteht hinsichtlich der Hormone eine größere Konstanz als bei der Frau. Allerdings beginnt auch bei diesen häufig Mitte vierzig oder auch früher eine schleichende und daher oft schwer wahrnehmbare Abnahme der Geschlechtshormone. Mögliche Folgen sind hier Antriebsschwäche, Depressionen, mangelnde Libido, Erektionsschwäche. Selbst Hitzewallungen können bei Männern vorkommen.

Noch heute wird häufig von typischen männlichen (Testosteron) und weiblichen Geschlechtshormonen (Östrogen) gesprochen. Diese Vorstellung muss inzwischen teilweise revidiert werden. Zwar produzieren Männer insgesamt etwa zehn- bis zwanzigmal mehr Testosteron als Frauen. Vor allem bei jüngeren Frauen ist das Verhältnis des „männlichen“ Testosterons zum „weiblichen“ Östrogen jedoch ungefähr 4:1, d.h. hier sind mehr „männliche“ als „weibliche“ Hormone vorhanden! Umgekehrt kommen typische „Zyklus- und Schwangerschaftshormone“ für Milchbildung oder Ausreifung der Eier ebenfalls bei Männern vor; diese haben nämlich noch andere Aufgaben im menschlichen Organismus.

Wichtig für eine ganzheitliche Therapie ist aus meiner Sicht, nicht nur das Hormonsystem selbst, sondern auch die Wechselwirkungen zwischen Hormonsystem und den anderen Bereichen wie Nervensystem, Immunsystem und Psyche zu betrachten.

Hormonsystem und Nervensystem

Hormonsystem und Nervensystem arbeiten eng miteinander zusammen. Dies lässt sich bereits daran erkennen, dass die Steuerung wichtiger Hormonachsen wie z.B. Geschlechtshormone, Schilddrüse/Stoffwechsel oder Stress/Adrenalin + Cortison im Hypothalamus stattfindet. Dies ist ein zentraler Teil des Zwischenhirns, der das autonome Nervensystem steuert.

Aber auch umgekehrt haben Hormone Einfluss auf Nervenzellen. So wird z.B. heute als Schlüsselursache für Migräne eine Störung des Serotoninhaushalts angenommen. Dieses Hormon ist unter anderem maßgeblich an der Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt, hat aber darüber hinaus vielfältige Aufgaben im Nervensystem. Serotonin spielt neben dem Glückshormon „Dopamin“ ebenfalls eine wichtige Rolle bei neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer oder Morbus Parkinson. Die Wechselwirkung zeigt sich ebenfalls bei Schmerzen; Östrogene scheinen die Schmerzempfindung eher zu verstärken, während Testosteron und Progesteron diese dämpft – dies kommt z.B. beim Fibromyalgie-Syndrom häufig vor. Insgesamt sind Hormon- und Nervensystem so eng miteinander verbunden, dass sie teilweise auch als ein einziges System betrachtet werden: das neuroendokrine System.

Hormonsystem und Immunsystem

Auch mit dem Immunsystem ist das Hormonsystem eng verzahnt. Gut erforscht ist z.B. die Wirkung des Aktivitätshormons Cortisol, welches eine dämpfende Wirkung auf das Immunsystem hat. Auch bei vielen Autoimmunerkrankungen lässt sich beobachten, dass diese im Zuge von hormonellen Umstellungen wie Pubertät, nach der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren auftreten bzw. dadurch ausgelöst werden. Das von den Nebennieren gebildete Hormon DHEA dagegen wirkt fördernd auf das Immunsystem.

Hormonsystem und Psyche

Der Einfluss von Hormonen auf die Psyche ist ebenfalls gut bekannt. So wirkt z.B. Adrenalin angstfördernd, während Cortisol, Testosteron und Progesteron eher angstlösend wirken. Ein Mangel an Schilddrüsen-, Aktivitäts- oder Geschlechtshormonen kann genauso in eine Depression führen wie starke psychische Belastungen. Auf körperlicher Ebene geht ein voll entwickelter Burn-Out mit einer Erschöpfung der Nebennierenfunktion und –hormone einher.

Umgekehrt wissen wir inzwischen, dass nicht nur positive Erlebnisse, sondern bereits die Vorstellung glücklicher Situationen Einfluss auf die Ausschüttung von Hormonen haben – und damit zugleich auch auf Nervensystem und Immunsystem!

Folgen von Hormonstörungen

Hormonelle Störungen stehen häufig im Zusammenhang mit folgenden Beschwerden:

  • Zyklusstörungen
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS)
  • Wechseljahrsbeschwerden, Menopause
  • Migräne und Kopfschmerzen
  • Schilddrüsenüberfunktion oder Schilddrüsenunterfunktion
  • Asthma
  • Allergien
  • Bluthochdruck
  • Herz- und Kreislaufprobleme
  • Diabetes
  • Rheumatoide Arthritis
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Krämpfe und Verspannungen
  • Fibromyalgie-Syndrom
  • Multiple Sklerose
  • Heißhungerattacken
  • Gewichtsprobleme wie Unter- oder Übergewicht
  • Hautprobleme, Falten, frühzeitige Alterung
  • Osteoporose
  • Haarausfall, Bartwuchs bei Frauen
  • Reizblase, Blasenschwäche
  • Schweißausbrüche
  • Zyklusstörungen
  • Unerfüllter Kinderwunsch
  • Frühgeburten
  • Potenzprobleme
  • Mangelnde sexuelle Lust
  • Myome und Zysten
  • Prostatavergrößerung (BPH)
  • Schwindel
  • ADS, ADHS
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Demenz
  • Neurologische Störungen wie Morbus Alzheimer und Parkinson
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsmangel
  • Launenhaftigkeit
  • Burnout
  • Depressionen
  • Ängste und Panikattacken

Mein Behandlungskonzept bei Hormonstörungen

Die Behandlung ist abhängig vom betroffenen Organ und von der Art der Erkrankung. Funktionsstörungen wie Überfunktion oder Unterfunktion einer bestimmten Hormondrüse können gut durch homöopathische Arzneien oder bioidentische Hormone in homöopathischer Zubereitung ausgeglichen werden. Liegen Auslöser oder Krankheitsförderer auf der psychischen Ebene, so ist hier eine gezielte Kurzzeit-Psychotherapie sowie ein Stressabbau sinnvoll. 

Hat sich bereits eine Organschwäche ausgebildet, ist es wichtig, die Drüse durch homöopathische und pflanzliche Mittel zu stärken und zu stabilisieren. Zusätzlich können bioidentische Hormone dabei helfen, die Auswirkungen auf andere Bereiche wie Nervensystem oder Psyche zu vermindern.