Heilpraktiker Markus Maier
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Psychosomatische Beschwerden

„Willst du den Körper heilen, musst du zuerst die Seele heilen.“ Platon, etwa 400 v.Chr

Die Diagnose einer psychosomatischen Erkrankung wird oft als Schuldzuweisung empfunden. Da keine Veränderung der Laborwerte oder Abweichungen der Röntgenbilder vorliegen, sind wir ja im Prinzip völlig gesund, und unsere Beschwerden nur Einbildung. Weil die konventionelle Medizin in deisen Fällen keinem Virus und keiner Organveränderung die Schuld geben kann, trifft diese den Patienten selbst.

Was sind psychosomatische Erkrankungen?

Die meisten von uns konnten schon an sich selbst beobachten, dass ihnen unangenehme Situationen auf den Magen schlagen oder dass sie bei einem wichtigen Ereignis Herzklopfen bekommen. Das sind Beispiele für ganz alltägliche und natürliche Wechselwirkungen zwischen Seele und Körper. Diese Wechselwirkungen werden als psychosomatisch bezeichnet. Wen wundert es also, dass ständige Anspannung zu erhöhtem Blutdruck oder lang anhaltende Sorgen zu Schlafstörungen führen können?

Häufig handelt es sich bei psychosomatischen Krankheiten um Regulationsstörungen des Körpers, die zu erhöhten oder verminderten Hormonausschüttungen, Muskelverspannungen oder Schmerzreizen führen können. Diese werden als funktionale Störungen bezeichnet. Jeder lebende Organismus reagiert anders auf seelische und körperliche Belastungen, daher ist auch hier eine individuelle Therapie erforderlich. Samuel Hahnemann, der Begründer der klassischen Homöopathie, erkannte diesen Einfluss der Psyche auf unseren Körper bereits vor über zweihundert Jahren und bezog ihn ganz selbstverständlich in die Homöopathie ein, bevor es überhaupt Theorien über das Unbewusste gab. Daher ist insbesondere die klassische Homöopathie hervorragend für die Behandlung funktioneller Störungen geeignet, kombiniert mit Methoden aus dem psychotherapeutischen Bereich.
Bei anderen psychosomatischen Erkrankungen ist die Psyche zumindest teilweise an der Entstehung und Unterhaltung der Erkrankung beteiligt. Häufig gibt es hier einen Zusammenhang mit dem Abwehrsystem, denn zwischen Nerven- und Immunsystem bestehen enge Wechselwirkungen.

Stress

Die Weltgesundheitsorganisation WHO erklärte Stress nicht ohne Grund zur größten Gesundheitsgefahr für das 21. Jahrhundert. Stress ist ursächlich oder fördernd bei vielen Erkrankungen – nicht nur im psychosomatischen Bereich – beteiligt. Z.B. wird das Nervensystem nachweislich bei länger anhaltenden Stress-Situationen verändert, es kann zu Verschiebungen im Hormonsystem kommen und das Immunsystem wird geschwächt, so dass die Infektionsgefahr steigt. Selbst bei Krebs sieht die alternative Krebsforschung einen direkten Zusammenhang zwischen dem Stresshormon Adrenalin und Krebs.
Jeder Mensch hat seine eigene Art, mit Stress umzugehen. Manches ist hilfreich, manches weniger, manches sogar schädlich. Stress ist nicht nur etwas, was von außen auf uns zukommt, sondern Stress ist in weiten Teilen eine Reaktion auf die Ereignisse in unserer Umwelt. Der wirkliche Stress kommt häufig erst durch uns selbst, z.B. weil wir den Anspruch haben, alles perfekt machen zu müssen. Oder weil wir stark sein und uns durchbeißen wollen, auch wenn die Grenze des Erträglichen bereits überschritten ist.

Ein wertvolles Verfahren zur Stress-Diagnostik ist Biofeedback. Mit Hilfe zentraler Vitalfunktionen wie Atmung, Puls und Hautwiderstand kann die individuelle Reaktion auf Stress gemessen werden. So können die stärksten und wichtigsten persönlichen Stressoren ermittelt werden. Das Ergebnis gibt jedoch nicht nur Auskunft über unsere Reaktion bei Stress, sondern auch darüber, wie schnell sich unser Körper von Stress erholt. Beides zusammen zeigt unsere Belastungsfähigkeit im Hinblick auf Stress. Ich setze Biofeedback nicht nur zur Diagnose, sondern bei Bedarf auch zum Training ein, um die Stressreaktion zu verbessern. Ergänzend werden durch psychotherapeutische Methoden die körperlichen Reaktionen auf die wichtigsten Stressoren verändert. Bei konstitutionell stressanfälligen Personen oder wenn es bereits zu Beschwerden durch Stress gekommen ist, ist es wichtig, gleichzeitig das Nervensystem mit naturheilkundlichen Mitteln zu stärken und so langfristig zu stabilisieren.

Auftreten

Schätzungen gehen davon aus, dass 10-12% der Bevölkerung unter psychosomatischen Beschwerden leiden und dass bei 40% der Personen im Laufe ihres Lebens eine psychische oder psychosomatische Erkrankung auftritt. In anderen Untersuchungen wird bei 35-50% der Patienten, die mit ihren Beschwerden zum Hausarzt gehen zumindest eine Beteiligung der Psyche an der Erkrankung angenommen.

Beispiele für Erkrankungen mit starker Beteiligung der Psyche

Funktionelle Erkrankungen können in den verschiedensten Formen auftreten. Typische Beschwerden, bei denen die Psyche zumindest teilweise für den Ausbruch und den Verlauf der Erkrankung verantwortlich ist:

  • Neurodermitis
  • Zähneknirschen, Bruxismus
  • Bluthochdruck, essentielle Hypertonie
  • Herzangst, nervöses Herzklopfen, Herzstolpern
  • Bronchialasthma
  • Atemprobleme, Druck- und Globusgefühl im Hals
  • Schilddrüsenstörungen
  • Reizmagen oder Reizdarm
  • Magenschleimhautentzündung, Magengeschwür, Ulkus-Krankheit
  • Zwölffingerdarmgeschwür
  • Morbus Crohn
  • Colitis ulcerosa
  • Reizblase
  • Rückenschmerzen
  • Rheumatoide Arthritis
  • Fibromyalgie
  • Schlafstörungen, Insomnia
  • Erektionsstörungen, vorzeitiger Samenerguss
  • Funktionelle Sexualstörungen
  • Schmerzzustände unklarer Genese
  • Schweißausbrüche, Hitzewallungen
  • Chronische Erschöpfungszustände
  • Stresskrankheit, Burn-Out-Syndrom

Wie eng Immunsystem und Psyche verbunden sind, zeigt sich u.a. bei Krankheiten wie Neurodermitis, Fibromyalgie, Asthma bronchiale oder der rheumatoiden Arthritis. Eine sinnvolle Behandlung muss hier auf jeden Fall sowohl die körperliche als auch die psychische Ebene berücksichtigen. 

Mein Behandlungskonzept bei psychosomatischen Erkrankungen

Eine generelles Vorgehen bei psychosomatischen Erkrankungen gibt es nicht, die Behandlung ist abhängig von den Beschwerden. Wesentlich ist jedoch, dass zuvor eventuelle körperliche Ursachen ausgeschlossen werden, auch wenn der Untersuchungs-Marathon für die Betroffenen häufig sehr belastend ist. Bei der Behandlung setze ich meist auf eine Kombination aus psychotherapeutischen und naturheilkundlichen Methoden, insbesondere die klassische Homöopathie und Bachblüten haben sich hier sehr gut bewährt.
Streß ist häufig an der Entstehung und Verstärkung der Beschwerden beteiligt; ein gezieltes Entspannungstraining mit Biofeedback bringt hier Verbesserung. Teilweise setze ich auch begleitend Methoden aus der energetischen Heilkunde ein wie Reiki, Chakren-Reinigung und -Balance, Reinigung der Aura oder Entfernung von Fremdenergien.