Heilpraktiker Markus Maier
Mörikestraße 19
74177 Bad Friedrichshall bei Heilbronn
HNV: Bahnhof Kochendorf
(Linien S41/S42 Heilbronn - Mosbach/Sinsheim)
Terminvereinbarung:
Tel. 07136 / 706 35 65
E-Mail: Naturheilpraxis Markus Maier

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Stärkung des Immunsystems

Aktueller Hinweis bei Verdacht auf eine Infektion mit COVID-19 bzw. Corona!

Als Heilpraktiker darf ich weder COVID-19 bzw. Corona, noch andere meldepflichtige Infektionskrankheiten behandeln!
Wenden Sie sich bei einem Verdacht auf eine Corona- oder eine andere Atemwegsinfektion unbedingt an die öffentliche Service-Hotline – zum Schutz für Sie und Andere! Einige oder mehrere dieser Symptome deuten auf einen Verdacht auf eine Infektion hin:

  • Vorhergehender Aufenthalt in Corona-Regionen und/oder Kontakt zu Infizierten
  • Halsschmerzen
  • Schnupfen
  • Mildes Fieber
  • Trockener Reizhusten
  • Darmbeschwerden, z.B. leichter Durchfall
  • Teilweise wurde auch ein Ausfall von Geruchs- und Geschmackssinn beobachtet

In diesem Fall bleiben Sie bitte im Haus und wenden Sie sich telefonisch an die von den regionalen Gesundheitsämtern und SLK-Kliniken eingerichtete Hotline 07131 / 49 33 333 (8:00-20:00 Uhr im Kreis Heilbronn; die Hotlines anderer Städte sowie weitere Informationen finden Sie auf der jeweiligen Website von Stadt bzw. Landkreis). Nach einem kurzen Telefonat erhalten Sie hier bei begründetem Verdacht einen Termin für einen Test. Dieser ist schmerzlos, es wird lediglich ein Abstrich der Mundschleimhaut gemacht.

Selbstverständlich unterstütze ich Sie jedoch auch weiterhin bei der Stärkung Ihres Immunsystems - dies ist momentan besonders wichtig!

Das Infektionsdreieck - warum ein stabiles Immunsystem so wichtig ist

Heilpraktiker Maier Stärkung Immunsystem Abwehr
Warum ein starkes Immunsystem so wichtig ist, verdeutlicht das Infektionsdreieck. Medizinisch hängt die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit Krankheitserregern wie Bakterien, Viren oder Pilzen von den folgenden drei Faktoren ab:




  • Virulenz. Mit Virulenz wird die Infektionskraft eines Krankheitserregers bezeichnet. Diese ist die Fähigkeit, einen lebenden Organismus krank zu machen
  • Exposition. Exposition bezeichnet die Intensität und Dauer des Kontaktes mit den Erregern
  • Empfänglichkeit. Unter Empfänglichkeit versteht man die Reaktion eines lebenden Organismus auf Krankheitserreger

Das ist sehr wichtig zu wissen, denn auf die Virulenz eines Erregers haben wir keinen Einfluss, dafür aber umso mehr auf die beiden anderen Faktoren!
Intensität und Dauer der Kontaktes beeinflussen die Menge der aufgenommenen Krankheitserreger, mit denen der Körper zu tun hat. Diese lässt sich steuern, indem etwa der Besuch öffentlicher Veranstaltungen und Räumlichkeiten sowie der Kontakt zu erkrankten Personen vermieden wird. Auch typische Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen bestimmen diesen Faktor.
Außerdem können wir die Empfänglichkeit unseres Körpers gegen bestimmte Erreger beeinflussen - zumindest teilweise. Denn außer bei sehr aggressiven Krankheitserregern hängt die Empfänglichkeit vor allem vom Zustand unseres Immunsystems ab. Unser Immunsystem hilft unter anderem dabei, dass nicht jede Infektion zwangsläufig zu einer Erkrankung führen muss. Im Idealfall verrichtet ein stabiles Immunsystem seine Arbeit im Stillen, ohne das Krankheitszeichen auftreten. Dies wird als asymptomatische Infektion bezeichnet, d.h. eine Infektion ohne sichtbare Symptome. Daher bestimmt der Zustand unseres Immunsystems auch darüber, wie schwer eine Infektion verläuft.

Erworbene Immunität und Gruppenimmunität

Das Immunsystem ist ein faszinierendes Organ, denn es kann sich durch seine spezialisierten Abwehrzellen nicht nur auf neue Krankheitserreger einstellen, sondern hat auch ein Gedächtnis. Nach einer bereits aktiv durchlebten Infektion speichern bestimmte Immunzellen genaue Informationen über die Krankheitserreger - sowie über deren erfolgreiche Bekämpfung. Bei einer erneuten Infektion mit diesen Erregern sorgen die entsprechenden Zellen dafür, dass unser Immunsystem rasch auf diese Erreger reagieren kann. Im Idealfall treten hierbei keinerlei Krankheitssymptome auf, in der Medizin wird dies auch als erworbene Immunität bezeichnet. Bekannt ist diese z.B. von typischen Kinderkrankheiten, die nur ein einziges Mal auftreten.
Die Medizin nutzt diesen Effekt in Form von Impfungen. Hier werden abgeschwächte Formen der Krankheitserreger in den Organismus eingeführt, damit sich eine Immunität ausbilden kann. Ob Impfungen Fluch oder Segen sind, soll an dieser Stelle nicht weiter diskutiert werden. Fest steht jedoch, dass alles seine Licht- und Schattenseiten hat.

Die Theorie der "Gruppenimmunität" überträgt diesen individuellen Vorgang der erworbenen Immunität auf das Zusammenleben vieler Menschen - etwa in einem Land oder einer Stadt. Häufig wird diese auch als "Herdenimmunität" bezeichnet, im Rahmen menschlicher Populationen halte ich "Gruppenimmunität" für angemessener. Dabei wird davon ausgegangen, dass nach einer Durchseuchung eines Großteils der Bevölkerung mit einem bestimmten Krankheitserreger sozusagen die gesamte Gruppe ein kollektives Gedächtnis zur Bekämpfung des entsprechenden Erregers besitzt und der Erreger damit in Zukunft gut abgewehrt werden kann.
Dabei muss allerdings auch berücksichtigt werden, dass sich Krankheitserreger wie Bakterien und Viren durch Mutationen verändern können. Bekannt ist dies z.B. bei Bakterien, die sich so weiterentwickelt haben, dass sie inzwischen gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent sind. Daher ist es wichtig, den Einsatz dieser Arzneien maßvoll durchzuführen. Sicherlich wäre es eine grobe Vereinfachung, diese Antibiotika-Resistenzen alleine auf deren massiven Einsatz in der Vergangenheit zurückzuführen. Einen gewissen Einfluss auf die Entwicklung hat dies jedoch sicherlich. Eine ähnliche Entwicklung ist bei den viralen Erregern der Schweinegrippe zu beobachten, diese können sich ebenfalls von Jahr zu Jahr verändern und damit die "Gruppenimmunität" überlisten.

Allgemeine Bausteine für ein gesundes Immunsystem

Seit über zehn Jahren widme ich mich sehr intensiv dem Thema Immunsystem: Sowohl in der direkten Arbeit mit meinen Klienten als auch in meinen Vorträgen und Seminaren. Zur Stärkung des Immunsystems insbesondere während der Erkältungszeit hat sich die Kombination von allgemeinen und individuellen Maßnahmen bewährt. Zu den allgemeinen Maßnahmen gehören unter anderem eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, die Beachtung des Vitamin D-Spiegels sowie ausreichende Zufuhr von Vitamin C und anderen Antioxidantien sowie Zink. Diese sind weiter unten zusammengefasst. Auch Schüßler-Salze können hier gute Unterstützung bieten.

Individuelle Bausteine für ein gutes Immunsystem

Im Hinblick auf ein gut funktionierendes Immunsystem spielen insbesondere die nachfolgenden Elemente eine sehr wichtige Rolle.

  • Darmgesundheit. Der Zustand des Darms spielt eine ganz wesentliche Rolle für das Immunsystem. Etwa 80% aller Immunzellen befinden sich in Darm, dementsprechend viele Immunprozesse laufen hier ab. Kommt es im Darm zu einer Störung, etwa durch eine Fehlbesiedelung oder eine latente Entzündung, so schwächt dies das Immunsystem. Mögliche Anzeichen sind Durchfälle, Geruchsveränderungen des Stuhls, Verstopfung, Gefühl von Aufgeblähtsein im Darmbereich.
  • Entgiftung. Während einer Infektion produziert unser Immunsystem wirksame Stoffe, um eingedrungene Bakterien, Viren oder Pilze zu bekämpfen. Ein Nachteil dabei ist, das diese Stoffe auch den körpereigenen Zellen schaden können. In der Medizin werden diese Stoffe als freie Radikale bezeichnet, die sogenannten oxidativen Stress erzeugen. Mikronährstoffe wie Vitamine und Spurenelemente helfen dabei, diese freien Radikale zu "neutralisieren". Gleichzeitig ist es wichtig, dass unsere Entgiftungsorgane Leber, Niere und auch Haut gut funktionieren, um diese Stoffe rasch aus dem Körper zu schaffen. Naturheilkundlich gibt es dafür sehr effiziente Möglichkeiten, die individuell ausgewählt und eingesetzt werden. Allgemein ist es gut, während eines Infekts eher kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, um Leber, Darm und andere Verdauungsorgane zu entlasten. Ausreichendes Trinken ist wichtig für das "Ausspülen" der Stoffe aus dem Körper.
  • Allergien. Allergische Reaktionen wie Heuschnupfen oder Nahrungsmittelallergien sind eine starke Herausforderung für das Immunsystem. Durch den ständigen Kampf gegen Pollen und andere, an sich harmlose Stoffe, hat es weniger Kraft, sich um die Abwehr von Bakterien, Viren und Pilzen zu kümmern. Ähnlich verhält es sich bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto, Rheuma, Colitis ulcerosa, MS usw. Hier kommt häufig noch dazu, dass das Immunsystem bewusst durch entsprechende Medikamente unterdrückt wird. Auch hier ist eine sehr individuelle, auf die Person abgestimmte Behandlung wichtig.
  • Gesunder Schlaf. Im Schlaf regeneriert sich unser Körper. Das ist wichtig für ein gut funktionierendes Immunsystem. Unter anderem unterstützt gesunder Schlaf die Wirkung bestimmter Immunzellen, die infizierte Körperzellen aufspüren, sich an diese anheften und sie zerstören. Schlafstörungen wie schlechtes Ein- und Durchschlafen können verschiedene Ursachen haben, daher ist hier ein individueller Behandlungs-Ansatz wichtig.
  • Seelische Ausgeglichenheit.. Starker oder länger anhaltender Stress führt anfangs zu einer Überproduktion des Aktivitätshormons Cortisols in den Nebennieren, später kann dies zu einer Erschöpfung der Nebennieren führen. Ein typischer Zustand bei einem fortgeschrittenen Burn-Out. Cortisol aktiviert uns unter anderem durch Verminderung der Verdauungsleistung und des Immunsystems. Zu viel Cortisol reduziert die zelluläre Abwehr des Körpers. Deswegen werden Infektionskrankheiten oft nicht richtig ausgeheilt oder ziehen sich sehr lange hin. Nicht selten ist zu beobachten, dass Menschen nach einer starken Stressphase im Urlaub an einer Infektion erkranken. Tatsächlich waren sie jedoch schon vorher krank, haben es aber nicht gemerkt, weil das Cortisol das Immunsystem lahmgelegt hat. Erst während dieser Entspannungsphase tritt ein Gleichgewicht ein und das Immunsystem kann sich um die Infektabwehr kümmern. Allgemeine Maßnahmen gegen Stress sind Entspannungsmethoden wie Progressive Muskelentspannung, Meditation, Yoga oder Sport. Langfristig ist es jedoch sinnvoll, individuelle Stressoren zu identifizieren und gezielt zu verändern, z.B. der Wunsch nach Perfektion oder die Vorstellung, es allen recht machen zu wollen.

Tipps zur Vermeidung von Infekten

Neben den naturheilkundlichen Maßnahmen ist es gut, die folgenden Tipps für ein ausgeglichenes Immunsystem zu berücksichtigen:

  • Achten Sie bitte darauf, ausreichend zu trinken, damit Ihre Schleimhäute – insbesondere im Nasen-Rachen-Raum – gut befeuchtet sind. Auch Inhalieren kann hier gut unterstützen. Trockene Schleimhäute sind anfälliger gegen Krankheitserreger.
  • Ausgewogene Ernährung mit viel frisch zubereitetem Gemüse und Obst. Insbesondere basisch wirkende Lebensmittel unterstützen die Immunkraft.
  • Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. Insbesondere bei Neigung zum Frieren hebt Bewegung die Körperkerntemperatur, was die Widerstandskraft erhöht.
  • Wechselduschen mit heißem und kaltem Wasser. Es ist gut, hier langsam zu beginnen und im ersten Schritt z.B. nur Waden und Unterarme kalt abzuspülen. Bei Neigung zu kalten Händen und Füßen den Kältereiz gering halten, hier tut auch ein warmes Fussbad gut - ggf. mit Basensalz.
  • Eine ausreichende bis erhöhte Versorgung mit Vitamin C und anderen Antioxidantien sowie Zink mit guter Bioverfügbarkeit.
  • Regelmäßige Messung und evtl. Ausgleich des Vitamin D-Spiegels. Insbesondere während der Erkältungszeit ist ein Spiegel größer als 50 ng/ml im Blut empfehlenswert.
  • Regelmäßiges und längeres Händewaschen mit Seife.
  • Vermeiden Sie es, sich mit den Händen im Gesicht zu berühren - insbesondere in Augen- und Mundbereich.